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	<title>Evangelisch im Tollensewinkel</title>
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	<description>Fünf lebendige pommersche Landgemeinden</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Apr 2026 06:32:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Andacht Ostern 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 06:32:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Andachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Ostergemeinde, manchmal sucht man etwas – und findet es absolut nicht. Dass die Suche vergeblich bleibt, haben wir alle schon einmal erlebt. Doch meistens haben sich die Dinge ja nicht einfach in Luft aufgelöst. Am Ende findet man sie doch. Witzigerweise an den Stellen, die gar nicht mal so weit weg sind: Die Brille findet sich auf der Nase, der Stift hinterm Ohr, und der Schlüssel liegt einfach tief vergraben in den Falten der Tasche. Wie erleichtert ist man, wenn man die gesuchten Dinge wiederfindet. Die Frauen, die am Ostermorgen an das Grab Jesu gingen, suchten Jesus. Aber dort, im Grab finden sie den Leichnam Jesu einfach nicht. Das bringt sie ziemlich aus dem Konzept. Da stehen sie nun in der leeren Grabhöhle, mit ihren Salbendosen in den Händen, ratlos. Den toten Körper ihres Freundes und Meisters wollten sie salben. Doch er ist weg, sie finden ihn nicht. Dort, im Grab, suchen sie tatsächlich vergeblich nach Jesus. Das machen ihnen die beiden Engel dann klar mit den Worten: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ (Lk 24,5.6) Dort, im Grab, werden die Frauen Jesus nicht finden. „Er ist nicht hier, denn [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/wp-content/uploads/2026/04/Lk-241-12-Andacht-zum-Ostermorgen-.mp3"></audio></figure>



<p class="has-medium-font-size">Liebe Ostergemeinde,</p>



<p>manchmal sucht man etwas – und findet es absolut nicht.</p>



<p>Dass die Suche vergeblich bleibt, haben wir alle schon einmal erlebt.</p>



<p>Doch meistens haben sich die Dinge ja nicht einfach in Luft aufgelöst. Am Ende findet man sie</p>



<p>doch. Witzigerweise an den Stellen, die gar nicht mal so weit weg sind:</p>



<p>Die Brille findet sich auf der Nase, der Stift hinterm Ohr, und der Schlüssel liegt einfach tief</p>



<p>vergraben in den Falten der Tasche. Wie erleichtert ist man, wenn man die gesuchten Dinge</p>



<p>wiederfindet.</p>



<p>Die Frauen, die am Ostermorgen an das Grab Jesu gingen, suchten Jesus. Aber dort, im Grab</p>



<p>finden sie den Leichnam Jesu einfach nicht.</p>



<p>Das bringt sie ziemlich aus dem Konzept.</p>



<p>Da stehen sie nun in der leeren Grabhöhle, mit ihren Salbendosen in den Händen, ratlos.</p>



<p>Den toten Körper ihres Freundes und Meisters wollten sie salben. Doch er ist weg, sie finden</p>



<p>ihn nicht.</p>



<p>Dort, im Grab, suchen sie tatsächlich vergeblich nach Jesus. Das machen ihnen die beiden</p>



<p>Engel dann klar mit den Worten:</p>



<p>„Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ (Lk 24,5.6)</p>



<p>Dort, im Grab, werden die Frauen Jesus nicht finden.</p>



<p>„Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden. – He ist not here, for he is risen.“</p>



<p>Diese Worte in englischer Sprache sind fett auf ein Holzbrett geschrieben. Das Holzbrett hängt</p>



<p>in Jerusalem, am sogenannten „Gartengrab“.</p>



<p>Die anglikanische Kirche betreut dieses Gelände.</p>



<p>In einem Felsen ist eine Grabhöhle eingehauen. Die Tür dazu steht offen, und an der Tür hängt</p>



<p>das Holzbrett mit dieser Botschaft.</p>



<p>Vor 15 Jahren besuchte ich mit einer Seminargruppe dieses Gartengrab in Jerusalem.</p>



<p>Diese wenigen Worte auf einem Holzbrett neben einem leeren Grab – sie berührten mich</p>



<p>damals weit mehr als all der Prunk einer Grabeskirche.</p>



<p>Ich konnte die Vergeblichkeit des Suchens nachempfinden, und die Verwunderung darüber,</p>



<p>was da wohl geschehen sein mag. So fühlte ich mich den Frauen am ersten Ostermorgen nah.</p>



<p>Doch die Botschaft war und ist unmissverständlich: Im Grab suchen wir Jesus an der ganz</p>



<p>falschen Stelle.</p>



<p>Die meisten von uns gehen regelmäßig auf den Friedhof.</p>



<p>Und ich frage mich: Was suchen wir hier?</p>



<p>Suchen wir Frieden für unsere Seele?</p>



<p>Suchen wir einen Ort, wo wir andere treffen, die wissen, wie sich Traurigkeit anfühlt?</p>



<p>1Wir schmücken die Gräber unserer Lieben. Und vielleicht schauen wir auch bei Bekannten</p>



<p>vorbei.</p>



<p>Doch unsere Besuche hier sind nur vorläufig. Sie sind nicht das Ende der Beziehung.</p>



<p>Ich persönlich gehe manchmal einfach auf den Friedhof, um meinen Großeltern „Hallo“ zu</p>



<p>sagen. Und bisher waren sie immer „zuhause“.</p>



<p>Vermutlich würde ich riesige Augen machen, wenn dort am Grabstein meiner Oma ein</p>



<p>Holzbrett lehnen würde mit der Botschaft: „Sie ist nicht hier, denn sie ist auferstanden.“</p>



<p>Dann wäre ich wohl vergeblich auf den Friedhof gekommen.</p>



<p>Heute, am Ostermorgen, sind wir vermutlich aus genau diesem Grund hierhergekommen:</p>



<p>Um über Jesus zu hören: „Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden.“</p>



<p>Die Frauen am Ostermorgen suchten Jesus vergeblich im Grab. Doch eigentlich ist ja genau</p>



<p>diese Vergeblichkeit unsere Hoffnung. Denn das Grab Jesu war leer.</p>



<p>Noch zu Lebzeiten hatte Jesus gesagt:</p>



<p>„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er</p>



<p>stirbt.“</p>



<p>Weil Jesus auferstanden ist, ist das unsere Hoffnung: auch eines Tages das Reich des Todes zu</p>



<p>verlassen, die Gräber hinter uns zu lassen, so wie Jesus.</p>



<p>Das gilt auch für diejenigen, die wir hier auf dem Friedhof im Glauben beerdigt haben.</p>



<p>Es ist eine Hoffnung, die nicht unter einem Grabstein begraben wird, sondern in dem ewigen</p>



<p>Morgen Gottes aufgeht.</p>



<p>Weil die Frauen Jesus vergeblich im Grab suchten.</p>



<p>Daher möchte ich Sie heute morgen eigentlich gerne wieder wegschicken. So, wie die Engel</p>



<p>am Ostermorgen auch die Frauen wieder wegschickten.</p>



<p>Denn sie fanden Jesus nicht. Und daher werden wir eines Tages auch die, die im Glauben an</p>



<p>Christus gestorben sind, nicht mehr hier finden.</p>



<p>Das ist Gottes Versprechen und unsere Hoffnung. Auch wenn das merkwürdig klingt.</p>



<p>Heute, zum Ostermorgen, treffen wir uns auf dem Friedhof. Damit zeigen wir: Der Tod ist nicht</p>



<p>das Ende. Das Grab ist nicht unsere letzte Ruhestätte.</p>



<p>Unsere Toten werden auferstehen, denn Jesus Christus liegt nicht mehr im Grab.</p>



<p>Er ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.</p>



<p>Den Lebenden bei den Toten zu suchen bleibt vergeblich, und das ist die beste Botschaft der</p>



<p>Welt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Amen.</p>



<p><strong>Bibeltext</strong></p>



<p></p>
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		<title>Andacht Karfreitag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Andachten]]></category>
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					<description><![CDATA[2. Kor 5,15.17-21 Predigt Karfreitag 2026 Bibeltext 15Christus ist für alle gestorben,&#160;damit die Lebenden nicht länger für sich selbst leben.&#160;Sie sollen jetzt vielmehr für den leben,&#160;der für sie gestorben ist und auferweckt&#160;wurde.&#160;17Wenn jemand zu Christus gehört,&#160;gehört er schon zur neuen Schöpfung.&#160;Das Alte ist vergangen,&#160;etwas Neues ist entstanden!&#160;18Das alles kommt von Gott.&#160;Durch Christus hat er uns mit sich versöhnt.&#160;Er hat uns sogar den Dienst übertragen,&#160;die Versöhnung zu verkünden. 19Ja, in Christus war Gott selbst am Werk,&#160;um die Welt mit sich zu versöhnen.&#160;Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.&#160;Und uns hat er sein Wort&#160;anvertraut,&#160;das Versöhnung schenkt.&#160;20Wir treten also im Auftrag von Christus&#160;auf.&#160;Ja, Gott selbst lädt die Menschen durch uns ein.&#160;So bitten wir im Auftrag von Christus:&#160;Lasst euch mit Gott versöhnen!&#160;21Obwohl Christus ohne jede Sünde&#160;war,&#160;hat Gott ihm unsere Sünde aufgeladen.&#160;Denn durch die Verbindung mit Christus&#160;sollen wir an Gottes Gerechtigkeit&#160;teilhaben. (BasisBibel) Predigt Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen Liebe Gemeinde,&#160; a)&#160;Karfreitag und Ostern&#160;zusammen&#160;führen uns zum&#160;innersten&#160;Kern unseres christlichen Glaubens.&#160; Ostern zu feiern, fällt uns dabei leicht. Das liegt auf der Hand. Geht es an Ostern doch um das neue Leben.&#160;Da lässt sich jetzt im Frühling auch gedanklich gut anknüpfen, wo die Natur aus ihrem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/wp-content/uploads/2026/04/1.-Kor-517-21-Karfreitag-2026.mp3"></audio></figure>



<p class="has-medium-font-size">2. Kor 5,15.17-21 Predigt Karfreitag 2026</p>



<p><strong>Bibeltext</strong></p>



<p><sub>15</sub>Christus ist für alle gestorben,&nbsp;damit die Lebenden nicht länger für sich selbst leben.&nbsp;Sie sollen jetzt vielmehr für den leben,&nbsp;der für sie gestorben ist und auferweckt&nbsp;wurde.&nbsp;<sub>17</sub>Wenn jemand zu Christus gehört,&nbsp;gehört er schon zur neuen Schöpfung.&nbsp;Das Alte ist vergangen,&nbsp;etwas Neues ist entstanden!&nbsp;<sub>18</sub>Das alles kommt von Gott.&nbsp;Durch Christus hat er uns mit sich versöhnt.&nbsp;Er hat uns sogar den Dienst übertragen,&nbsp;die Versöhnung zu verkünden.</p>



<p><sub>19</sub>Ja, in Christus war Gott selbst am Werk,&nbsp;um die Welt mit sich zu versöhnen.&nbsp;Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.&nbsp;Und uns hat er sein Wort&nbsp;anvertraut,&nbsp;das Versöhnung schenkt.&nbsp;<sub>20</sub>Wir treten also im Auftrag von Christus&nbsp;auf.&nbsp;Ja, Gott selbst lädt die Menschen durch uns ein.&nbsp;So bitten wir im Auftrag von Christus:&nbsp;Lasst euch mit Gott versöhnen!&nbsp;<sub>21</sub>Obwohl Christus ohne jede Sünde&nbsp;war,&nbsp;hat Gott ihm unsere Sünde aufgeladen.&nbsp;Denn durch die Verbindung mit Christus&nbsp;sollen wir an Gottes Gerechtigkeit&nbsp;teilhaben. (BasisBibel)</p>



<p><strong>Predigt</strong></p>



<p>Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen</p>



<p>Liebe Gemeinde,&nbsp;</p>



<p>a)&nbsp;Karfreitag und Ostern&nbsp;zusammen&nbsp;führen uns zum&nbsp;innersten&nbsp;Kern unseres christlichen Glaubens.&nbsp;</p>



<p>Ostern zu feiern, fällt uns dabei leicht. Das liegt auf der Hand. Geht es an Ostern doch um das neue Leben.&nbsp;Da lässt sich jetzt im Frühling auch gedanklich gut anknüpfen, wo die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht.&nbsp;</p>



<p>Karfreitag zu feiern, ist da schon schwieriger.&nbsp;Und das liegt nicht nur daran, dass es am Karfreitag um die Schattenseiten des Lebens geht.&nbsp;Was an Karfreitag geschehen ist, versteht sich nicht von selbst.&nbsp;Und so wird der&nbsp;Karfreitag leicht missverstanden&nbsp;oder&nbsp;man&nbsp;versucht&nbsp;ihn&nbsp;in allgemeine menschliche Erfahrungen aufzulösen.</p>



<p>Der Apostel&nbsp;Paulus&nbsp;führt uns mit seinen Worten&nbsp;aus dem 2. Korintherbrief&nbsp;nun direkt ins Herz&nbsp;dessen, was der Karfreitag für uns und alle Menschen bedeutet.&nbsp;</p>



<p>b)&nbsp;Sein Thema hier ist die Versöhnung.&nbsp;Versöhnung geschieht, wo Feinde sich die Hand reichen&nbsp;und neu miteinander anfangen.&nbsp;Paulus&nbsp;benutzt dafür ein Wort, dass es&nbsp;so&nbsp;im&nbsp;Deutschen gar nicht gibt. Das&nbsp;Wort, das Paulus hier verwendet meint, etwas zu tauschen.&nbsp;Nicht Geschenke sollen getauscht werden. Vielmehr wird das ausgetauscht, was die Beziehung bestimmt.&nbsp;Feindschaft soll gegen Freundschaft&nbsp;austauscht werden, Hass gegen Liebe, Krieg gegen Frieden.&nbsp;Wo dieser Tausch stattfindet, geschieht Versöhnung.&nbsp;Dieses Wort wurde also nicht im religiösen, kultischen Bereich verwendet. Sondern es stammt&nbsp;aus dem politischen und sozialen Bereich. Also ein Bereich, in dem menschlichen Beziehungen miteinander gestaltet werden.&nbsp;</p>



<p>Versöhnung ist nur da nötig, wo ein Schaden die Beziehung belastet. Ein Schaden verursacht Kosten. Das können materielle Kosten sein. Doch es können auch soziale&nbsp;oder emotionale&nbsp;Kosten sein. Zur Versöhnung gehört, dass dieser Schaden benannt und beglichen wird.&nbsp;<br>Als junger Mann hatte ich einmal einen Unfall gebaut. Der entstandene Schaden war zum Glück nicht so groß. Doch mein Auto und das Auto des anderen waren beschädigt. Der Schaden musste ausgeglichen werden. Dafür ist meine Versicherung aufgekommen. Damit war der Ausgleich hergestellt und der Fall erledigt.&nbsp;</p>



<p>Das ist nur ein einfaches Beispiel. Viele Konflikte sind ja vielschichtiger.&nbsp;</p>



<p>Wenn mich jemand beleidigt&nbsp;– sei es absichtlich oder unabsichtlich – dann verletzt mich dies. Die Beziehung ist belastet.&nbsp;Erst, wenn wir darüber sprechen, und der andere um Entschuldigung bittet,&nbsp;kann Versöhnung geschehen.&nbsp;Das ist schon etwas komplizierter als ein Blechschaden am Auto.&nbsp;</p>



<p>c) Paulus geht es nun aber nicht zuerst um die Beziehungen&nbsp;unter uns&nbsp;Menschen.&nbsp;Es geht ihm um die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen.&nbsp;Und Paulus denkt hier ganz grundsätzlich. Es geht nicht zuerst&nbsp;um&nbsp;meine&nbsp;persönliche&nbsp;Beziehung Gott. Es geht um alle Menschen und ihr Verhältnis zu Gott.&nbsp;</p>



<p>Gott schafft Versöhnung. Darauf kommt&nbsp;es&nbsp;Paulus&nbsp;an.&nbsp;Und diese Versöhnung geschieht durch Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung.</p>



<p>Der Schaden, der die Beziehung zwischen&nbsp;Gott&nbsp;und allen Menschen belastet, muss ausgeglichen werden.&nbsp;Und eigentlich wären die Menschen dazu verpflichtet, diesen Ausgleich zu schaffen.&nbsp;In Jesus Christus nimmt Gott nun aber den Schaden auf sich. Paulus verwendet hier einen Begriff aus der Buchhaltung.&nbsp;„Gott hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.“&nbsp;(V. 19b)&nbsp;Das heißt soviel wie: Gott belastet unser Konto nicht mit den Forderungen, die er gegen uns hat.&nbsp;Er schreibt die Forderungen also ab und belastet damit sein eigenes Konto.&nbsp;Das ist es, was am Kreuz geschieht.&nbsp;„Obwohl Christus ohne jede Sünde&nbsp;war, hat Gott ihm unsere Sünde aufgeladen.“ (v. 21a)&nbsp;Denn:&nbsp;„In Christus war Gott selbst am Werk, um die Welt mit sich zu versöhnen.“&nbsp;(V. 19a)&nbsp;</p>



<p>Gott&nbsp;nimmt also von sich aus den Tausch vor.&nbsp;Er verändert von seiner Seite aus die Beziehung zwischen sich und uns.&nbsp;Er tauscht die Feindschaft gegen die Freundschaft.&nbsp;Er erklärt also den Frieden.&nbsp;Und er tut dies, obwohl er der&nbsp;Geschädigte und Angegriffene ist.&nbsp;</p>



<p>Eine einseitige Friedenserklärung hat so ihre Tücken. Das sehen wir gerade aktuell am Beispiel von Donald Trump und dem&nbsp;Iran.&nbsp;Völlig zu Recht sagt der Iran, dass noch&nbsp;kein&nbsp;Frieden ist,&nbsp;nur weil&nbsp;Donald Trump sagt, dass Frieden ist.&nbsp;Zum Frieden gehören&nbsp;beide&nbsp;Seiten.&nbsp;</p>



<p>d) Wenn über den Frieden verhandelt wird, dann braucht es Diplomaten.&nbsp;Paulus sieht sich als einen solchen Diplomaten an.&nbsp;Er ist im Auftrag Gottes unterwegs, um den Frieden allen Menschen anzubieten.&nbsp;Er sagt:&nbsp;</p>



<p>„Ja, Gott selbst lädt die Menschen durch uns ein.&nbsp;So bitten wir im Auftrag von Christus:&nbsp;Lasst euch mit Gott versöhnen!“&nbsp;(V. 20)&nbsp;</p>



<p>Gott&nbsp;übernimmt die Kosten des Konflikts.&nbsp;Von seiner Seite aus ist die Beziehung bereinigt.&nbsp;Der Freundschaft und dem Frieden mit Gott steht nichts mehr im Weg.&nbsp;Er hat damit eine neue&nbsp;Wirklichkeit&nbsp;geschaffen.&nbsp;Doch hilft mir das nicht, wenn ich&nbsp;nicht in diese Wirklichkeit einstimme.&nbsp;Dann bleibe ich im Konflikt mit Gott.&nbsp;Erst, wenn ich&nbsp;zustimme, verändert sich auch mein Leben und meine Beziehung zu Gott. Sie&nbsp;wird&nbsp;ganz neu.&nbsp;</p>



<p>Gott&nbsp;zwingt keinen&nbsp;die Versöhnung anzunehmen.&nbsp;Aber er lädt ein, deutlich und eindringlich.&nbsp;Dafür hat er seine Boten.&nbsp;Paulus war ein solcher Bote. Doch im Grunde wird jeder zu einem solchen Boten, der den Friedensschluss mit Gott&nbsp;annimmt.&nbsp;Also im Prinzip jeder Christ.&nbsp;</p>



<p>„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Das ist die Botschaft, die uns anvertraut ist.&nbsp;</p>



<p>e1)&nbsp;Wenn Gott allen Menschen Versöhnung anbietet, was macht es dann so schwer, diese Versöhnung anzunehmen, die Feindschaft gegen Gott in eine Freundschaft mit Gott zu tauschen?&nbsp;</p>



<p>Das hat sicher vielschichtige Gründe.&nbsp;</p>



<p>Wer nicht an Gott glaubt, der sieht folglich auch keine Notwendigkeit für Frieden und Freundschaft mit Gott.&nbsp;</p>



<p>Viele glauben zwar irgendwie an Gott,&nbsp;halten die Rede von Schuld und Sünde jedoch für ein moralisches Relikt&nbsp;alter Tage.</p>



<p>Andere sagen, dass sie den Tod am Kreuz von Jesus grausam finden. Für sie&nbsp;hätte er nicht sterben müssen. Sie wollen die Verantwortung für ihr Leben allein tragen.&nbsp;</p>



<p>Und ganz unbedarft und ohne böse Absicht würden viele wohl auch sagen:&nbsp;„Ich habe Gott doch gar nichts getan.&nbsp;Weswegen&nbsp;sollte ich mich&nbsp;dann&nbsp;mit ihm versöhnen?“</p>



<p>Wer so oder&nbsp;ähnlich denkt, dem fällt es natürlich schwer Karfreitag zu feiern. Ihm fehlt die Einsicht, dass alle Menschen, ausnahmslos alle,&nbsp;Versöhnung mit Gott brauchen.&nbsp;</p>



<p>e2)&nbsp;Vielleicht ist das ein Unterschied zu Paulus und den Generationen vor uns.&nbsp;Er konnte&nbsp;darauf aufbauen, dass&nbsp;Menschen ihr&nbsp;Leben in einer Spannung zum Urgrund und zur Quelle des Lebens&nbsp;erfuhren.&nbsp;Sie&nbsp;hatten&nbsp;daher&nbsp;eine Sehnsucht, mit dieser Spannung umzugehen.&nbsp;</p>



<p>Wir erleben diese Spannung auch heute noch. Täglich.&nbsp;Wir brauchen nur eine ganz gewöhnliche Tageszeitung aufzuschlagen.&nbsp;Wir lesen, wie&nbsp;verletzlich&nbsp;das Leben ist. Wir&nbsp;sehen, wie Menschen einander das Leben zur Hölle machen.&nbsp;Und wir&nbsp;hören, dass wir unsere Erde, unsere Lebensgrundlage selbst zerstören.&nbsp;Viele bringen das nicht mehr mit Gott in Verbindung. Und wenn,&nbsp;dann vor allem in einem anklagenden Sinn:&nbsp;„Wenn es Gott gäbe, dann würde er das nicht zulassen.“</p>



<p>Doch Gott lässt all das zu.&nbsp;Genau umgekehrt&nbsp;fragt&nbsp;er&nbsp;uns&nbsp;Menschen, so wie er Kain, den Brudermörder,&nbsp;gefragt hat: „Wo ist dein Bruder?&nbsp;Sein Blut schreit zu mir von der Erde.“&nbsp;(1. Mose 4,9-10)</p>



<p>Nicht jeder Mensch ist ein Mörder. Das ist klar und auch gut so. Doch wir sind verwickelt in eine Welt, die voller Schuld ist. Und jeder von uns&nbsp;trägt etwas zu dieser Verwicklung bei. Sei es etwas&nbsp;Kleines oder etwas&nbsp;Großes.&nbsp;Das betrifft unsere Beziehung zu Gott, weil Gott&nbsp;alles Leben auf der Erde geschaffen hat,nicht nur meins.&nbsp;Hier spüren wir schon die Spannung&nbsp;zwischen Gott und den Menschen.&nbsp;</p>



<p>Doch die Sache geht noch weiter.&nbsp;Sie betrifft auch unser direktes Verhältnis zu Gott.&nbsp;Ein&nbsp;offener&nbsp;Atheismus&nbsp;ist dabei nur ein&nbsp;klarer&nbsp;Ausdruck dafür, dass dies Verhältnis zerbrochen ist.&nbsp;Das Problem sitzt tiefer.&nbsp;Vereinfacht gesagt:&nbsp;der Mensch&nbsp;kann und will&nbsp;seine Rolle als Geschöpf nicht annehmen. Stattdessen&nbsp;will er selbst göttlich sein und gebärdet sich entsprechend.&nbsp;Er nimmt für sich eine Rolle ein, die ihm überhaupt nicht zusteht.&nbsp;</p>



<p>Davon&nbsp;ist&nbsp;jeder Mensch betroffen. Und darum brauchen wir Versöhnung mit Gott.&nbsp;</p>



<p>Gott bietet die Versöhnung an.&nbsp;Ja, wie ein Bittsteller demütigt er sich regelrecht und bittet&nbsp;darum,&nbsp;den Friedensschluss zu vollziehen.&nbsp;Doch dazu gehört, dass&nbsp;Menschen&nbsp;es einsehen und annehmen, dass&nbsp;sie&nbsp;Versöhnung&nbsp;mit Gott&nbsp;brauchen.&nbsp;Das ist nichts&nbsp;Moralisches, sondern etwas zutiefst&nbsp;Existenzielles. Es betrifftunser innerstes Wesen&nbsp;und das Bild, das wir selbst von uns haben wollen und aufrechterhalten.&nbsp;</p>



<p>Wenn wir Christen als Boten Gottes Versöhnung anbieten, werden wir nicht darum&nbsp;herumkommen, dies&nbsp;klarzumachen.&nbsp;Bevor man Versöhnung annehmen kann, muss man die Einsicht haben, dass man Versöhnung nötig hat.&nbsp;</p>



<p>f)&nbsp;Wir feiern Karfreitag. Wir denken an den Tod von Jesus.&nbsp;Als Christen sind wir bereits hineingenommen in die Versöhnung, die Gott&nbsp;durch ihn&nbsp;geschaffen hat.&nbsp;Wir haben den Tausch vollzogen, von&nbsp;der&nbsp;Feindschaft gegen Gott zur Freundschaft mit Gott.&nbsp;Daran lasst uns festhalten&nbsp;und mit Jesus Christus leben.&nbsp;</p>



<p>Und wir sind berufen, Gottes Boten zu sein.&nbsp;Auch durch uns, und durch unsere Schwachheit hindurch, lädt Gott Menschen ein. Darum rufen auch wir:&nbsp;Lasst euch mit Gott versöhnen.&nbsp;</p>



<p>Amen&nbsp;</p>



<p>Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen</p>



<p class="has-medium-font-size"></p>
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		<item>
		<title>Andacht 11.01.2026</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/andacht-11-01-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 06:22:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Andachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Siehe, ich mache alles neu. (Offb 21,5) &#8211; Predigt zur Jahreslosung 2026 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen. Liebe Gemeinde, in der neuen Jahreslosung sagt Gott: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offb 21,5). Ich weiß nicht, ob Sie gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben. Gott hat sich damit jedenfalls ziemlich viel vorgenommen: alles neu zu machen. Wenn ich so überlege, was alles neu werden könnte, fallen mir eine Menge Dinge ein. Zum Beispiel eine neue Waschmaschine. Gegen einen neuen Laptop hätte ich auch nichts. In unserer Kirche ist in der Heizungsanlage ein neues Teil eingebaut worden, so dass sie wieder funktioniert &#8211; Gott sei Dank. Denkt man weiter, sind vielleicht auch neue, unbelastete Beziehungen oder neue Freunde, die das Leben fortan bereichern, erstrebenswert. Und ab einem gewissen Alter ist eine neue Hüfte auch nicht zu verachten. Das sind alles Dinge, um die wir Gott bitten können. Auch dieser Anliegen nimmt er sich an und hört das, was wir ihm sagen. Die Jahreslosung stellt das Neumachen Gottes noch einmal in einen größeren Rahmen. Daher ist es hilfreich, wenn wir uns anschauen, wo in der Bibel Gott diesen Satz spricht. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/wp-content/uploads/2026/01/Predigt-zu-Offb-215.mp3"></audio></figure>



<p class="has-medium-font-size">Siehe, ich mache alles neu. (Offb 21,5) &#8211; Predigt zur Jahreslosung 2026</p>



<p></p>



<p>Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn</p>



<p>Jesus Christus. Amen.</p>



<p>Liebe Gemeinde,</p>



<p> in der neuen Jahreslosung sagt Gott: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offb</p>



<p>21,5). Ich weiß nicht, ob Sie gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben.</p>



<p>Gott hat sich damit jedenfalls ziemlich viel vorgenommen: alles neu zu</p>



<p>machen.</p>



<p>Wenn ich so überlege, was alles neu werden könnte, fallen mir eine Menge</p>



<p>Dinge ein. Zum Beispiel eine neue Waschmaschine. Gegen einen neuen</p>



<p>Laptop hätte ich auch nichts. In unserer Kirche ist in der Heizungsanlage</p>



<p>ein neues Teil eingebaut worden, so dass sie wieder funktioniert &#8211; Gott sei</p>



<p>Dank. Denkt man weiter, sind vielleicht auch neue, unbelastete</p>



<p>Beziehungen oder neue Freunde, die das Leben fortan bereichern,</p>



<p>erstrebenswert. Und ab einem gewissen Alter ist eine neue Hüfte auch</p>



<p>nicht zu verachten.</p>



<p>Das sind alles Dinge, um die wir Gott bitten können. Auch dieser Anliegen</p>



<p>nimmt er sich an und hört das, was wir ihm sagen.</p>



<p>Die Jahreslosung stellt das Neumachen Gottes noch einmal in einen</p>



<p>größeren Rahmen. Daher ist es hilfreich, wenn wir uns anschauen, wo in</p>



<p>der Bibel Gott diesen Satz spricht.</p>



<p> Die Jahreslosung findet sich im letzten Buch der Bibel, in der</p>



<p>Offenbarung. Diese Bilder und Worte hat Gott dem Seher Johannes (nicht</p>



<p>verwechseln mit dem Evangelisten) offenbart. Es geht um die Geschichte</p>



<p>der Erde und wie sie auf das Ende aller Zeiten zurollt. Gute Phasen</p>



<p>wechseln sich ab mit Zeiten, in denen das Böse fast ungehindert sein</p>



<p>Unwesen treibt. Doch dann, in Kapitel 21, im vorletzten Kapitel der</p>



<p>gesamten Bibel, beschreibt Johannes die neue Welt, wie Gott sie ihm</p>



<p>gezeigt hat. Es ist wie ein Schlussakkord, wie ein Foto von der Welt, wie sie</p>



<p>am Ende sein wird. Besser und mehr geht dann nicht. Johannes findet dafür</p>



<p>folgende Worte:</p>



<p>1Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste</p>



<p>Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.</p>



<p>2Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem</p>



<p>1Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren</p>



<p>Mann.</p>



<p>Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe</p>



<p>da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen,</p>



<p>und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr</p>



<p>Gott sein;&nbsp;4und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und</p>



<p>der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz</p>



<p>wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.</p>



<p>5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er</p>



<p>spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!&nbsp;6Und</p>



<p>er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang</p>



<p>und das Ende.</p>



<p>Das Neue, das hier beschrieben wird, steht im starken Kontrast zu dem,</p>



<p>was die Welt und die Menschen vorher durchmachen müssen. Die</p>



<p>Offenbarung beschönigt nichts, sie spricht von chaotischen,</p>



<p>katastrophalen Zuständen. Dagegen setzt Gott persönlich sein Wort.</p>



<p>Spannenderweise redet Gott hier, zu unserem Jahreslosungsvers, das erste</p>



<p>Mal seit dem ersten Kapitel der Offenbarung wieder persönlich und direkt.</p>



<p>Alles, was Johannes dazwischen erfährt, wird ihm von einem Engel</p>



<p>mitgeteilt. Doch jetzt heißt es: „Er, der auf dem Thron saß.“ &#8211; das ist Gott</p>



<p>höchstselbst.</p>



<p>Im Zentrum dessen, was hier neu wird, steht die enge, regelrecht</p>



<p>aufgefrischte Beziehung zu Gott. Darum herum ordnet sich die neue Welt.</p>



<p>Es ist das letzte Mal, das Gott etwas neu machen wird. Schaut man in die</p>



<p>Geschichte, dann gab es schon einmal einen ersten Durchgang, um die</p>



<p>Welt neu zu machen.</p>



<p>Einen Hinweis darauf gibt dieser Bibeltext, wenn es gleich im ersten Vers</p>



<p>heißt: „&#8230; und das Meer ist nicht mehr.“</p>



<p>Schon damals, zu Noahs Zeiten, wollte Gott alles neu machen. Auch</p>



<p>damals waren die Zustände chaotisch, das Trachten der Menschen war</p>



<p>böse von Grund auf. Gott hoffte, er könnte noch einmal neu anfangen,</p>



<p>sozusagen den Resetknopf drücken und die Welt auf die Werkseinstellung</p>



<p>zurücksetzen. Neu anfangen, ohne die Fehler der Vergangenheit. In der</p>



<p>Hoffnung, dass die Welt und mit ihr die Menschen dann einen besseren</p>



<p>Lauf nehmen mögen. Und so zerstörte Gott die Erde mit der Sintflut. Alles</p>



<p>Böse sollte weggeschwemmt werden. Nur Noah, seine Familie und die</p>



<p>2 Tiere in der Arche blieben am Leben.</p>



<p>Doch die Bosheit im Menschen war geblieben. Wenn alles neu gemacht</p>



<p>werden sollte, dann musste das anders gehen. Nicht, indem Gott alles auf</p>



<p>Anfang setzt, sozusagen eine rückwärtsgewandte Veränderung anstrebt.</p>



<p>Sondern es brauchte eine echte, zukunftsorientierte Veränderung, die er</p>



<p>selbst bewirkte. Daher bekräftigte Gott seine Treue zu uns Menschen trotz</p>



<p>unserer Bosheit.</p>



<p>Gott wandte sich den Menschen zu. Diese Liebe und Zuwendung</p>



<p>wurden schließlich unumkehrbar, als Gott seinen Sohn Jesus Christus auf</p>



<p>die Erde sandte. Genauer gesagt: Der wirkliche Wendepunkt war die</p>



<p>Auferstehung, damals, als Gott Jesus aus dem Tod herausrief.</p>



<p>Das erste Osterfest war wie ein Spoiler. Liebe Gemeinde, Sie kennen das:</p>



<p>Wenn irgendwo zum Beispiel ein spannendes Buch rezensiert wird, steht</p>



<p>manchmal gleich zu Beginn eine sogenannte Spoilerwarnung: „Achtung,</p>



<p>wenn Sie diesen Artikel lesen, wissen Sie, wie die Geschichte ausgeht.“</p>



<p>Nun haben die Evangelisten keine Spoilerwarnungen ihren Evangelien</p>



<p>vorangestellt. Doch der Sache hätten sie es tun können.</p>



<p>Als Jesus von den Toten aufstand, war das nicht nur ein Bild, wie es einmal</p>



<p>sein könnte. Sondern es war das Ende der Geschichte. In Jesus war es</p>



<p>vorweggenommen. Ostern macht das Ende dieser Welt und auch unseres</p>



<p>Lebens bekannt. In der Auferstehung Jesu geschieht schon dieses Ende. Es</p>



<p>ist wirklich geschehen. Und für jeden, der an Christus glaubt, ist das die</p>



<p>Wirklichkeit. Der Blick in das leere Grab am Ostermorgen ist sozusagen der</p>



<p>Spoiler für unser eigenes Leben.</p>



<p>Das Böse tragen wir immer noch in uns. Daran hat sich seit Noah und der</p>



<p>Sintflut nicht viel geändert. Doch um alles neu zu machen, wählte Gott</p>



<p>nicht mehr den Weg der Zerstörung. Er wählte den Weg der Liebe, um</p>



<p>unsere Herzen zu verändern und die Welt besser zu machen. Am Kreuz</p>



<p>starb Jesus für das Böse, das wir tun. Gott zerstörte nicht die Menschen,</p>



<p>sondern er zerstörte die Sünde. Er vergab sie und machte sie so null und</p>



<p>nichtig. Mit Liebe begegnete er unserer Bosheit. So begann er, die Welt neu</p>



<p>zu machen, so, dass sie mehr seinen Vorstellungen entspricht. Denn das</p>



<p>ist das Ziel all dessen, was Gott tut: eine Welt zu erschaffen, die ihm ganz</p>



<p>entspricht, eine Welt ohne Not, ohne Schmerz und ohne Tränen.</p>



<p>In dem ewigen Leben, dass Gott Jesus und damit auch uns schenkt, in</p>



<p>dieser Liebe und Barmherzigkeit kommt die Welt schließlich zu ihrem Ende.</p>



<p>Zu einem glücklichen Ende.</p>



<p> Nun sitzen wir hier noch ziemlich quicklebendig beieinander. Wie</p>



<p>kriegen wir das zusammen, dass sich im ersten Osterfest das Ende der</p>



<p>Welt schon ereignet hat, aber wir noch leben? Und was machen wir in der</p>



<p>Zwischenzeit?</p>



<p>Zunächst einmal: Gottes Wort ist zuverlässig. Gott ergreift selbst noch</p>



<p>einmal das Wort und bestätigt: „Es ist geschehen.“ (Offb 21,4) Obwohl der</p>



<p>Seher Johannes einen Blick in die Zukunft werfen darf, spricht Gott hier</p>



<p>wörtlich im Perfekt. Nicht „so wird es einmal sein.“ Sondern: „Es ist schon</p>



<p>passiert.“ Es wird so sicher eintreten, dass es als schon geschehen</p>



<p>formuliert werden kann. An diesem Ende gibt es nichts mehr zu rütteln.</p>



<p>Dazu kommt ein zweites: Wer unter uns mit der englischen Sprache</p>



<p>vertraut ist, der kann die Jahreslosung auch mit der englischen</p>



<p>sogenannten Verlaufsform verstehen. Ins Deutsche übersetzt wäre das das</p>



<p>Partizip, Beispiel: „Ich bin predigend.“ Sagt nur im Deutschen kaum mehr</p>



<p>einer. Verständlicher ist es zu sagen „Ich bin gerade dabei zu predigen.“ So</p>



<p>verstehe ich auch diesen Satz unserer Jahreslosung, und so hat auch die</p>



<p>English Standard Version diesen Vers übersetzt: „I am making all things</p>



<p>new.“ Gott ist gerade dabei, alle Dinge neu zu machen. Jetzt, in diesem</p>



<p>Moment. Das Neue ist schon angebrochen, nur noch nicht vollendet. Durch</p>



<p>Gottes Wort und Wirken wird schon in diesem Moment alles neu.</p>



<p>Gott ist dabei, unseren nächsten Schritt im Leben vorzubereiten. Gott ist</p>



<p>dabei, uns innerlich so darauf einzustellen, dass wir für andere zu</p>



<p>Freunden werden. Gott ist dabei, unsere Wunden zu heilen. Das</p>



<p>Fertigwerden, so dass alles neu geworden ist, dauert noch etwas. Aber Gott</p>



<p>sagt: „Sieh hin, sei aufmerksam &#8211; ich bin schon dabei.“</p>



<p> „Siehe, ich mache alles neu.“ Das ist Gottes guter Vorsatz, nicht</p>



<p>unbedingt nur für dieses Kalenderjahr. Wir haben gesehen: Diesen Vorsatz</p>



<p>setzt er schon seit der Auferstehung Jesu Christi vor 2000 Jahren um. Doch</p>



<p>für dieses Jahr haben wir es von ihm noch einmal schriftlich. Gott ist dabei</p>



<p>und macht alles neu. Und ich bin gespannt darauf, was von dem großen</p>



<p>Wort „alles“ ich in diesem Jahr als neu-gemacht entdecken werde.</p>



<p>Vielleicht liegt ein Knistern in der Luft, ein Gefühl der Vorfreude und</p>



<p>Ungeduld. Eine Ahnung von einer anstehenden Veränderung.</p>



<p>Gott hat das letzte Wort, und damit wird er uns positiv überraschen.</p>



<p>Und der Frieden Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre</p>



<p>unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.</p>



<p>Amen.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
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		<item>
		<title>Andacht 04.01.2026</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/andacht-04-01-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 08:14:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Andachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Weißt du’s schon? – Predigt zu Eph 3,1-9, Epiphanias, 04.01.2026 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen. Liebe Gemeinde, (1) früher, in der Schule, gehörte ich zu denen, die Gerüchte als Letzte mitkriegten. Wenn getuschelt wurde, wer mit wem entweder zusammen oder frisch zerstritten war, war ich fast immer außen vor. Ich gehörte nicht zu dem Kreis, in dem diese Geheimnisse weitergegeben wurde. Anfangs fand ich das ziemlich blöd. Denn es zeigte mir, dass ich irgendwie nicht dazugehörte. Doch mit der Zeit merkte ich, dass es egal war, ob ich das Geheimnis kannte oder nicht. Es hatte keine Auswirkung auf mein Leben, zu wissen, ob Theresa und Annett sich auf dem Schulhof die übelsten Schimpfwörter an den Kopf geknallt hatten. Und wenn noch später das Geheimnis kein Geheimnis mehr war, weil alle es wussten, dann waren die beiden schon wieder die besten Freunde. Das waren eher die harmlosen Geheimnisse. Dann gibt es noch die kleinen, schmutzigen Geheimnisse, im echten Leben. Oder viel eher doch in den Krimiserien im Fernsehen. Das sind die Geheimnisse, die dem Mitwisser Macht verleihen. Wenn man das weiß, ist man den anderen überlegen. In dem Fall ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/wp-content/uploads/2026/01/Andacht-4-1-26.mp3"></audio></figure>



<p>Weißt du’s schon? – Predigt zu Eph 3,1-9, Epiphanias, 04.01.2026</p>



<p>Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn</p>



<p>Jesus Christus. Amen.</p>



<p>Liebe Gemeinde,</p>



<p>(1) früher, in der Schule, gehörte ich zu denen, die Gerüchte als Letzte</p>



<p>mitkriegten. Wenn getuschelt wurde, wer mit wem entweder zusammen</p>



<p>oder frisch zerstritten war, war ich fast immer außen vor. Ich gehörte nicht</p>



<p>zu dem Kreis, in dem diese Geheimnisse weitergegeben wurde. Anfangs</p>



<p>fand ich das ziemlich blöd. Denn es zeigte mir, dass ich irgendwie nicht</p>



<p>dazugehörte. Doch mit der Zeit merkte ich, dass es egal war, ob ich das</p>



<p>Geheimnis kannte oder nicht. Es hatte keine Auswirkung auf mein Leben,</p>



<p>zu wissen, ob Theresa und Annett sich auf dem Schulhof die übelsten</p>



<p>Schimpfwörter an den Kopf geknallt hatten. Und wenn noch später das</p>



<p>Geheimnis kein Geheimnis mehr war, weil alle es wussten, dann waren die</p>



<p>beiden schon wieder die besten Freunde.</p>



<p>Das waren eher die harmlosen Geheimnisse. Dann gibt es noch die kleinen,</p>



<p>schmutzigen Geheimnisse, im echten Leben. Oder viel eher doch in den</p>



<p>Krimiserien im Fernsehen. Das sind die Geheimnisse, die dem Mitwisser</p>



<p>Macht verleihen. Wenn man das weiß, ist man den anderen überlegen. In</p>



<p>dem Fall ist Wissen tatsächlich Macht. Da ist man darauf bedacht, dass der</p>



<p>Kreis der Mitwisser klein bleibt.</p>



<p>Und Kindern wird im Zuge der Prävention vor sexuellem Missbrauch</p>



<p>beigebracht, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Die guten</p>



<p>Geheimnisse bereiten Freude. So steigt zum Beispiel die Vorfreude, je</p>



<p>länger man das Geheimnis für sich behält – bis hin zu dem Tag, wo die</p>



<p>Überraschungsparty zu Papas Geburtstag steigt. Schlechte Geheimnisse</p>



<p>hingegen verursachen Übelkeit, wenn man nur daran denkt. Und für den</p>



<p>Fall, dass man es weitererzählt, wird mit Schlägen oder anderen bösen</p>



<p>Dingen gedroht. Diese schlechten Geheimnisse sollte man nicht für sich</p>



<p>behalten, sondern weitererzählen. Damit kommt das Geheimnis ans Licht</p>



<p>und verursacht keine Ängste mehr. Ein Geheimnis zu offenbaren, entlastet</p>



<p>das Gemüt. Ein Geheimnis, das alle kennen, ist dann kein Geheimnis mehr.</p>



<p>1(2) Paulus schreibt in seinem Brief an die Christen in und um Ephesus in</p>



<p>Kleinasien auch von einem Geheimnis – und deckt es auf! Vermutlich</p>



<p>würden dem FBI die Haare zu Berge stehen. Es war doch topsecret, und</p>



<p>nun wird es hinausposaunt! Doch gerade darum geht es dem Paulus. Denn</p>



<p>es ist ein sehr gutes, ein göttliches Geheimnis. Und so schreibt er:</p>



<p>1&nbsp;Deshalb bete ich, Paulus, für euch, die Heiden. Euch kommt es</p>



<p>zugute, dass ich der Gefangene Christi Jesu bin.</p>



<p>2&nbsp;Ihr habt doch gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch</p>



<p>verliehen hat.</p>



<p>3&nbsp;Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt, das</p>



<p>ich soeben kurz beschrieben habe.</p>



<p>4&nbsp;Wenn ihr das lest, könnt ihr sehen, welche Einsicht in das</p>



<p>Geheimnis Christi mir gegeben ist.</p>



<p>5&nbsp;Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt</p>



<p>aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist</p>



<p>offenbart worden:</p>



<p>6&nbsp;dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören</p>



<p>und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das</p>



<p>Evangelium.</p>



<p>7&nbsp;Ihm diene ich dank der Gnade, die mir durch Gottes mächtiges</p>



<p>Wirken geschenkt wurde.</p>



<p>8&nbsp;Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade</p>



<p>geschenkt: Ich soll den Heiden als Evangelium den unergründlichen</p>



<p>Reichtum Christi verkündigen</p>



<p>9&nbsp;und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist, das</p>



<p>von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war.</p>



<p>(Eph 3,1-9, Einheitsübersetzung 1980)</p>



<p>Das Geheimnis von Paulus ist, dass auch die Heiden durch Jesus Christus</p>



<p>gerettet werden. Also nicht nur die Juden gehören zum Volk Gottes, sondern</p>



<p>auch die Menschen, die aus der nicht-jüdischen Tradition kommen. Die</p>



<p>Kirche Jesu Christi besteht aus beiden Teilen, und beide Teile sind</p>



<p>gleichwertig. Eins ist nicht besser als das andere. Beide gehören</p>



<p>zusammen. Paulus betont das, indem er dreimal das Wörtchen „mit“</p>



<p>verwendet und dafür sogar neue Worte erfindet: Die Heiden sind mit-</p>



<p>leibend, miterbend und mit-Anteil-habend.</p>



<p>Dieses Geheimnis ist Paulus direkt von Gott offenbart worden. Das ist auch</p>



<p>der Unterschied zum Rätsel: Ein Rätsel wird mithilfe der Vernunft und des</p>



<p>Verstandes gelöst. In ein Geheimnis hingegen wird man eingeweiht. Einer</p>



<p>2muss es mir sagen, weil ich selbst nicht darauf kommen kann. Und so ist</p>



<p>das mit Gottes Geheimnis: Paulus war ein kluger Typ, ein Gelehrter. Doch</p>



<p>mit all seinem Verstand ist er nicht darauf gekommen, dass Jesus Christus</p>



<p>Gottes Sohn ist. Wäre Jesus ihm nicht direkt begegnet, hätte Gott sich ihm</p>



<p>nicht persönlich offenbart, dann hätte Paulus vermutlich bis an sein</p>



<p>Lebensende Christen verfolgt. Gott musste ihn einweihen.</p>



<p>Und Gott tat gut daran, sich den Paulus als Geheimnisträger auszusuchen.</p>



<p>Denn Paulus hatte die Kraft und die Energie und Leidenschaft, dieses</p>



<p>Geheimnis in die Welt zu tragen. So ganz einfach war das nämlich nicht.</p>



<p>Diese Offenbarung trug Sprengstoff für die junge Kirche in sich. Bisher war</p>



<p>es selbstverständlich gewesen, dass nur Juden zu Gottes ausgewähltem</p>



<p>Volk gehören. Und nun behauptete Paulus, dass auch die Heiden vollwertig</p>



<p>dazugehören und gerettet werden– und führte das auch noch auf eine</p>



<p>göttliche Offenbarung zurück. Solch eine Behauptung musste gut geprüft</p>



<p>werden. Doch Gott hatte auch Petrus und andere in dieses Geheimnis</p>



<p>eingeweiht.</p>



<p>So kam es um 48/49 n. Chr. in Jerusalem zum Showdown, nachzulesen in</p>



<p>der Apostelgeschichte, Kapitel 15. Nach hitzigen Diskussionen konnten</p>



<p>schließlich Paulus, Petrus und einige andere Eingeweihte die Gegner</p>



<p>überzeugen. Es brauchte Zeit, bis sich diese Erkenntnis durchsetzte.</p>



<p>(3) Auch wenn das auf dem Apostelkonzil als etwas unerhört Neues</p>



<p>diskutiert wurde, war es gar nicht so neu. Denn Gott hatte schon vor der</p>



<p>Erschaffung der Welt diesen Plan, dass alle Menschen durch Jesus Christus</p>



<p>gerettet werden sollen. Dabei begann er, seinen Heilsplan schon dem</p>



<p>Abraham zu offenbaren. Ihm hatte er gesagt: „Durch dich sollen alle</p>



<p>Geschlechter Segen erlangen.“ (Gen 12,3) Dieser Bogen spannte sich bis zu</p>



<p>Paulus, den Gott auch einweihte.</p>



<p>Dazwischen gab es noch verschiedene Offenbarungsstationen. Die</p>



<p>Propheten sprachen davon, dass auch die Völker sich einmal dem Gott</p>



<p>Israels zuwenden würden. Und heute, kurz vor Epiphanias, denken wir</p>



<p>natürlich auch an die Weisen aus dem Morgenland. Sie erkannten, dass</p>



<p>Gott in Christus leibhaftig in der Welt war, dass dieses Kind in der Krippe</p>



<p>der König der Welt war. In der Kunst werden sie oft als Vertreter der drei</p>



<p>damals bekannten Kontinente dargestellt. Damit bringen sie das göttliche</p>



<p>Geheimnis sehr gut auf den Punkt. Paulus selbst sieht sich auch in dieser</p>



<p>Offenbarungstradition, zusammen mit anderen Aposteln und Missionaren</p>



<p>der frühen Christenheit. Das Apostelkonzil war dann sozusagen die</p>



<p>3institutionelle Legitimation, dass es ein gutes Geheimnis Gottes ist. Das</p>



<p>kann man nun weiter in der Welt verkünden. Der Epheserbrief ist dann die</p>



<p>Offenbarung dieses Geheimnisses, zumindest gegenüber den Adressaten.</p>



<p>Für sie scheint es auch etwas Neues gewesen zu sein. Gottes Gegenwart</p>



<p>breitet sich immer weiter aus auf der Welt. Die Kirche Jesu Christi wird im</p>



<p>Laufe der Zeit immer größer und weiter.</p>



<p>(4) Dass Menschen aus allen Völkern zu Gott gehören, ist für uns weder ein</p>



<p>Geheimnis noch etwas Neues. Es ist für uns selbstverständlich – sonst</p>



<p>säßen wir heute nicht hier. Es erscheint nicht mehr als ein Geheimnis, das</p>



<p>die Sicht auf die Welt verändern kann. Denn dieses unser Geheimnis, wenn</p>



<p>es denn noch eins wäre, will kaum einer mehr wissen. Es passiert nur noch</p>



<p>selten, dass Leute von außen an uns herantreten und fragen, was es denn</p>



<p>mit dem Christsein auf sich hat. Vieles bleibt in ihren Augen ein</p>



<p>unverständliches Geheimnis. Der Glaube und manche unserer Rituale</p>



<p>erschließen sich nicht von selbst. Ich denke da z.B. an das leise Geflüster</p>



<p>einer Trauerfamilie, als sie die Einsetzungsworte hörte, vom Blut Christi,</p>



<p>das vergossen ist und nun getrunken wird. Wer nicht „eingeweiht“ ist in das</p>



<p>Geheimnis des Abendmahls könnte diese Worte leicht missverstehen.</p>



<p>Kaum einer will es wirklich ganz genau wissen und zum Kreis der</p>



<p>„Eingeweihten“ dazugehören.</p>



<p>Wesentlich beunruhigender finde ich in diesem Zusammenhang, dass die</p>



<p>Menschen ihre Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen in andere Bahnen</p>



<p>lenken. In unserer Welt kann fast alles wissenschaftlich erklärt werden.</p>



<p>Raum für Geheimnisse und Dinge, die unerklärlich sind, bleibt kaum. Das</p>



<p>scheint für uns Menschen unbefriedigend zu sein. In uns Menschen scheint</p>



<p>eine Sehnsucht nach genau solchen Mysterien zu leben. In diesem</p>



<p>Zusammenhang ist mir diese Weihnachten aufgefallen, wie in den</p>



<p>Zeitungen und Medien die Rauhnächte, also die Zeit zwischen den Jahren,</p>



<p>beworben und gehypt wurde. Mit Bräuchen und Ritualen wird versucht, ein</p>



<p>bisschen Zauber einzufangen. Angeblich wird an das angeknüpft, was</p>



<p>früher schon bekannt war und jetzt wiederentdeckt wird, was meistens</p>



<p>nichts mit dem Christentum zu tun hat. Manche Ratschläge sind dabei</p>



<p>einfache Überlegungen für das seelische Wohlbefinden. Anderes hat</p>



<p>deutliche esoterische Anklänge, und einzelnes gehört in den Bereich des</p>



<p>Spiritismus und Geisterglaubens. Das wird dann gefährlich und ist mit dem</p>



<p>Glauben an Jesus nicht vereinbar. Ich persönlich finde es nicht</p>



<p>angemessen, wenn auch die Kirchenzeitung auf diesen Zug aufspringt. Mit</p>



<p>4der Adventszeit vor Weihnachten haben wir eine eigene Zeit der Besinnung.</p>



<p>Wir bereiten uns auf die Begegnung mit Christus vor und können auch zur</p>



<p>Ruhe kommen. Unser lebendiger Adventskalender war eine schöne</p>



<p>Gelegenheit, wie auch die verschiedenen Bläsermusiken. Schade, wenn</p>



<p>man neue Offenbarungen hervorkramen muss, weil man das Eigene nicht</p>



<p>zu schätzen weiß.</p>



<p>Jedenfalls kann man festhalten: Es gibt eine Sehnsucht nach Geheimnis,</p>



<p>aber unser Geheimnis scheint aktuell nicht interessant genug.</p>



<p>(5) Daher stellt sich uns, die wir hier sitzen, die Frage: Was machen wir nun</p>



<p>mit unserem Geheimnis, das einerseits so richtig keins mehr ist, und das</p>



<p>andererseits eh‘ kaum einer mehr wissen will?</p>



<p>Die Antwort ist ziemlich kurz: staunen, freuen, anbeten.</p>



<p>Gott hat uns gezeigt, dass auch wir zu seinem Volk dazugehören, dass wir</p>



<p>ihm wichtig sind und Christus unsere Rettung ist. Durch Worte der Bibel,</p>



<p>durch die Verkündigung und durch persönliche Erfahrungen hat Gott uns an</p>



<p>dieser Erkenntnis teilhaben lassen. Gott selbst und seine Pläne für uns</p>



<p>haben wir vielleicht ansatzweise erkannt. Doch bleibt vieles davon noch</p>



<p>geheimnisvoll und verborgen für uns. Und Weihnachten gehört definitiv zu</p>



<p>einem der größten göttlichen Geheimnisse. Wenn wir uns wirklich darauf</p>



<p>einlassen, brauchen wir gar nicht woanders nach dem Nervenkitzel des</p>



<p>Verborgenen zu suchen. Da reicht es, an der Krippe im Stall von Bethlehem</p>



<p>zu stehen. Und wenn wir an den kleinen Babyhänden den Fingerabdruck</p>



<p>Gottes erkennen, gehören wir dazu. Wir sind eingeweiht, weil Gott sich uns</p>



<p>selbst gezeigt hat. Und so werden wir selbst für diese Welt zu</p>



<p>Geheimnisträgern.</p>



<p>Staunen, freuen, anbeten – ich hoffe, dass das in diese Welt ausstrahlt.</p>



<p>Dass es Menschen dazu bringt, nachzufragen, nach dem Geheimnis</p>



<p>unserer Freude.</p>



<p>Staunen, freuen, anbeten – damit fing es auch bei den drei Weisen aus dem</p>



<p>Morgenland an. Und es ist ein guter Anfang für ein neue Jahr.</p>



<p>In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen noch ein gesegnetes neues Jahr.</p>



<p>Beginnen wir es, indem wir über Gottes Geheimnis staunen, uns über ihn</p>



<p>freuen und ihn gemeinsam anbeten.</p>



<p>Und der Frieden Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre</p>



<p>unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.</p>



<p>Amen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>GEMEINDESCHWESTER INGE ZU GAST BEIM SENIORENCAFÉ</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/gemeindeschwester-inge-zu-gast-beim-seniorencafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:29:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Siedenbollentin]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich sind es zwei unterschiedliche Dinge, die hier auf gute Weise zu-sammenkommen: „Gemeindeschwester InGe“ und „Seniorencafé“ (welches übrigens nicht nur Senioren offen steht, sondern ein Mehrgenerationen-Café sein möchte!) „InGe“ steht für „Informationszentrum Gesundheitsamt“ und wurde ins Le-ben gerufen, weil bei Haus– und Fachärzten im ländlichen Raum Vorsor-gungsprobleme absehbar sind und gleichzeitig viele Probleme anders ge-löst werden können als durch einen Arztbesuch. Oder anders: Manchmal kann die Gemeindeschwester helfen, weil sie einen guten Tipp hat und weil sie bestens vernetzt ist. Deshalb kommt Schwester InGe einmal monatlich nach Siedenbollentin ins Kirchgemeindehaus. Dort kann man sie antreffen und Fragen zu allen möglichen medizinischen Leistungen und Hilfen stel-len. Informieren Sie sich zu den aktuellen Terminen bitte in den verschiede-nen Aushängen. Am 17.9. war Schwester InGe (die eigentlich Regi-na Göretzlehner heißt) zu Gast beim Seniorencafé. Passend zur Situation klärte sie uns über ge-sunde Ernährung auf. Wer allerdings dachte, dass eine „Moralpredigt“ erfolgt, was man alles nicht darf, lag gründlich falsch. Im Gegenteil, sie teilte gute Ideen, wie man in seine tägliche Ernährung ein paar Bausteine einbauen kann, die schnell eine spürbare Wirkung auf das Wohlbefinden haben. Ich sag nur: Kaffeegewürz! Wie wertvoll die Arbeit der InGe angesehen wird, zeigte sich auch daran, wie gut [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich sind es zwei unterschiedliche Dinge, die hier auf gute Weise zu-sammenkommen: „Gemeindeschwester InGe“ und „Seniorencafé“ (welches übrigens nicht nur Senioren offen steht, sondern ein Mehrgenerationen-Café sein möchte!)</p>



<p>„InGe“ steht für „Informationszentrum Gesundheitsamt“ und wurde ins Le-ben gerufen, weil bei Haus– und Fachärzten im ländlichen Raum Vorsor-gungsprobleme absehbar sind und gleichzeitig viele Probleme anders ge-löst werden können als durch einen Arztbesuch. Oder anders: Manchmal kann die Gemeindeschwester helfen, weil sie einen guten Tipp hat und weil sie bestens vernetzt ist. Deshalb kommt Schwester InGe einmal monatlich nach Siedenbollentin ins Kirchgemeindehaus. Dort kann man sie antreffen und Fragen zu allen möglichen medizinischen Leistungen und Hilfen stel-len. Informieren Sie sich zu den aktuellen Terminen bitte in den verschiede-nen Aushängen.</p>



<p>Am 17.9. war Schwester InGe (die eigentlich Regi-na Göretzlehner heißt) zu Gast beim Seniorencafé. Passend zur Situation klärte sie uns über ge-sunde Ernährung auf. Wer allerdings dachte, dass eine „Moralpredigt“ erfolgt, was man alles nicht darf, lag gründlich falsch. Im Gegenteil, sie teilte gute Ideen, wie man in seine tägliche Ernährung ein paar Bausteine einbauen kann, die schnell eine spürbare Wirkung auf das Wohlbefinden haben. Ich sag nur: Kaffeegewürz!</p>



<p>Wie wertvoll die Arbeit der InGe angesehen wird, zeigte sich auch daran, wie gut die Beteiligung war. Der Raum war voll. Möge beides erhalten blei-ben: Das Projekt „InGe“ und eine große, frohe Runde zum Nicht-nur-Senioren-Café.</p>



<p>Sonja Reincke</p>
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		<title>ERNTEDANKFEST IN WODARG</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/erntedankfest-in-wodarg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Siedenbollentin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glück-lich“. Unter diesem Motto, das auf einen Ausspruch von Francis Bacon zu-rückgeht, feierten wir in diesem Jahr Erntedankfest in der Kirchengemeinde. Nach guter Tradition wurde es wieder ein ausgelassenes Fest, welches mit einem Gottesdienst in der Wodarger Kirche begann und im Dorfgemein-schaftshaus weiter ging. Wildschwein, Sauerkraut und Brot wurden verzehrt, und dank der Hüpfburg wurde auch den vielen Kindern nicht langweilig. Die Erntegaben wurden der Tafel in Altentreptow gespendet. Von Herzen dan-ken wir für alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, der Ge-meinde Werder, den Landwirten und vielen Helfern, die die Kirche und den Raum geschmückt, Kuchen gebacken und das Festzelt auf– und wieder abgebaut haben; und allen Kleinen und Großen, die den Gottesdienst vor-bereitet und mitgestaltet haben. Sonja Reincke]]></description>
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<p>„Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glück-lich“. Unter diesem Motto, das auf einen Ausspruch von Francis Bacon zu-rückgeht, feierten wir in diesem Jahr Erntedankfest in der Kirchengemeinde. Nach guter Tradition wurde es wieder ein ausgelassenes Fest, welches mit einem Gottesdienst in der Wodarger Kirche begann und im Dorfgemein-schaftshaus weiter ging. Wildschwein, Sauerkraut und Brot wurden verzehrt, und dank der Hüpfburg wurde auch den vielen Kindern nicht langweilig. Die Erntegaben wurden der Tafel in Altentreptow gespendet. Von Herzen dan-ken wir für alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, der Ge-meinde Werder, den Landwirten und vielen Helfern, die die Kirche und den Raum geschmückt, Kuchen gebacken und das Festzelt auf– und wieder abgebaut haben; und allen Kleinen und Großen, die den Gottesdienst vor-bereitet und mitgestaltet haben. Sonja Reincke</p>
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		<title>“Geburtstagsfeier”  mit  Bischof  Tilman  Jeremias</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/geburtstagsfeier-mit-bischof-tilman-jeremias/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:17:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Altentreptow]]></category>
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					<description><![CDATA[Bischof&#160;&#160;&#160;&#160;Tilman&#160;&#160;&#160;&#160;Jeremias&#160;&#160;&#160;&#160;aus Greifswald war am 28. September 2025&#160;&#160;bei&#160;&#160;uns&#160;&#160;in&#160;&#160;Altentreptow&#160;&#160;zu Gast. Mit ihm und vielen weiteren Gästen feierten wir einen ökumenischen&#160;&#160;Festgottesdienst aus&#160;&#160;Anlass&#160;&#160;des&#160;&#160;850jährigen&#160;&#160;Jubiläums christlichen&#160;&#160;Lebens&#160;&#160;in&#160;&#160;Altentreptow.“ Wenn die Liebe fehlt, dann kön- nen&#160;&#160;wir&#160;&#160;die&#160;&#160;tollsten&#160;&#160;Sachen&#160;&#160;ma- chen&#160;&#160;&#160;–&#160;&#160;&#160;und&#160;&#160;&#160;das&#160;&#160;&#160;funktioniert nicht.” Mit diesen Worten fasste Bischof Jeremias die wesentliche Botschaft unserer Zeit zusammen. “Es geht nur mit Liebe, und nicht mit Hass,” rief er den Gottesdienstbesuchern ins Gedächtnis. Denn der Gottesdienst und das gesamte Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto “Glaube &#8211; Liebe – Hoffnung”. Damit wurde auch das Miteinander aller Konfessionen in Altentreptow gefeiert. Christen aus der katholischen Gemeinde, aus der Freikirche und aus den evangelischen Gemeinden der Stadt und Region lobten miteinander Gott im Singen und Beten. Ausgestaltet wurde der Gottesdienst auch von den verschiedenen Musikchören der St. Petrigemeinde. Nach dem Festgottesdienst gab es dann ein buntes Markttreiben um die Kir- che.&#160;&#160;An&#160;&#160;den&#160;&#160;verschiedenen&#160;&#160;Kunsthandwerkerständen&#160;&#160;konnten&#160;zauberhafte Unikate&#160;&#160;erworben&#160;&#160;werden.&#160;&#160;Die&#160;&#160;christliche&#160;&#160;Buchhandlung&#160;&#160;aus&#160;&#160;Stralsund&#160;&#160;bot christliche Literatur an. Die Kinder konnten ihre fünf Sinne testen oder in der Kirche auf Entdeckungstour gehen. Pünktlich zum Jubiläum konnte auch die Wendeltreppe an der Südseite des Turmes eröffnet werden. Nachdem in den vergangenen Monaten die Stufen mit neuen Steinplatten trittsicher gemacht wurden, kann man nun von außen wieder bis auf die Ebene der Orgelemporeigen.&#8220; Dank des guten Wetters saß auch immer genügend Publikum unter den Bäumen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bischof&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Tilman&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jeremias&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;aus Greifswald war am 28. September 2025&nbsp;&nbsp;bei&nbsp;&nbsp;uns&nbsp;&nbsp;in&nbsp;&nbsp;Altentreptow&nbsp;&nbsp;zu Gast. Mit ihm und vielen weiteren Gästen feierten wir einen ökumenischen&nbsp;&nbsp;Festgottesdienst aus&nbsp;&nbsp;Anlass&nbsp;&nbsp;des&nbsp;&nbsp;850jährigen&nbsp;&nbsp;Jubiläums christlichen&nbsp;&nbsp;Lebens&nbsp;&nbsp;in&nbsp;&nbsp;Altentreptow.“ Wenn die Liebe fehlt, dann kön- nen&nbsp;&nbsp;wir&nbsp;&nbsp;die&nbsp;&nbsp;tollsten&nbsp;&nbsp;Sachen&nbsp;&nbsp;ma- chen&nbsp;&nbsp;&nbsp;–&nbsp;&nbsp;&nbsp;und&nbsp;&nbsp;&nbsp;das&nbsp;&nbsp;&nbsp;funktioniert nicht.” Mit diesen Worten fasste Bischof Jeremias die wesentliche Botschaft unserer Zeit zusammen. “Es geht nur mit Liebe, und nicht mit Hass,” rief er den Gottesdienstbesuchern ins Gedächtnis. Denn der Gottesdienst und das gesamte Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto “Glaube &#8211; Liebe – Hoffnung”. Damit wurde auch das Miteinander aller Konfessionen in Altentreptow gefeiert. Christen aus der katholischen Gemeinde, aus der Freikirche und aus den evangelischen Gemeinden der Stadt und Region lobten miteinander Gott im Singen und Beten. Ausgestaltet wurde der Gottesdienst auch von den verschiedenen Musikchören der St. Petrigemeinde. Nach dem Festgottesdienst gab es dann ein buntes Markttreiben um die Kir- che.&nbsp;&nbsp;An&nbsp;&nbsp;den&nbsp;&nbsp;verschiedenen&nbsp;&nbsp;Kunsthandwerkerständen&nbsp;&nbsp;konnten&nbsp;zauberhafte Unikate&nbsp;&nbsp;erworben&nbsp;&nbsp;werden.&nbsp;&nbsp;Die&nbsp;&nbsp;christliche&nbsp;&nbsp;Buchhandlung&nbsp;&nbsp;aus&nbsp;&nbsp;Stralsund&nbsp;&nbsp;bot christliche Literatur an. Die Kinder konnten ihre fünf Sinne testen oder in der Kirche auf Entdeckungstour gehen. Pünktlich zum Jubiläum konnte auch die Wendeltreppe an der Südseite des Turmes eröffnet werden. Nachdem in den vergangenen Monaten die Stufen mit neuen Steinplatten trittsicher gemacht wurden, kann man nun von außen wieder bis auf die Ebene der Orgelemporeigen.&#8220;</p>



<p>Dank des guten Wetters saß auch immer genügend Publikum unter den Bäumen auf der Südseite, um den musikalischen Darbietun-gen zu lauschen. So verzauberte Lilly Heibel mit ihrem Gesang, begeisterte das Saxofon-quartett der Musikschule Kon.centus aus Neubrandenburg und überbrückte das gemeindeeigene Ensemble der “Fröhlichen Hausmusik” die Zeit, bis die musikalischen Stars des Tages ihren Auftritt hatten: die christliche Band “Patchwork” aus Berlin. In der stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirche sangen sie von ihren persönlichen Glau-benserfahrungen und von lustigen Alltagsbe-gebenheiten. Mit ihren tiefgründigen Texten und mitreißenden Rhythmen lockten sie die Zuhörer von ihren Sitzen. Es war ein gelunge-ner Abschluss des gesamten Festwochenedes. Und am Ende konnte man von “Patchwork” den Rat mitnehmen: “Wenn nichts mehr geht, dann tanze!” Isabell Giebel</p>
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		<title>Abendgottesdienst in Buchar</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/abendgottesdienst-in-buchar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:04:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Klatzow]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 21. September war es wieder soweit für den Abendgottesdienst in Buchar. Der Sonntag begann mit einem sehr wechselhaften Wetter, wo alles von Regen und Sonnenschein dabei war. Doch pünktlich zum Gottesdienst klarte der Himmel auf und bescherte uns strahlenden Sonnenschein. Wir feierten einen wunderschönen und inspirierenden Gottesdienst, der durch die musikalischen Beiträge des Singkreises bereichert wurde. Pastorin Giebel hielt eine Predigt, die viele Herzen berührte. Nach dem Gottesdienst waren wir in guter Tradition bei Familie Schroth zu Gast, wo wir in geselliger Runde zusammenkamen. Bei warmem Sonnenschein und einer knisternden Feuerschale genossen wir eine Vielzahl von mitgebrachten Köstlichkeiten, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Der Garten bot den Kindern reichlich Platz und Möglichkeiten, sich austoben und die letzten Energien des Tages loswerden zu können. Es war ein wundervoller Abend, der uns in Erinnerung bleiben wird. Johannes Prinzler]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Am 21. September war es wieder soweit für den Abendgottesdienst in Buchar. Der Sonntag begann mit einem sehr wechselhaften Wetter, wo alles von Regen und Sonnenschein dabei war. Doch pünktlich zum Gottesdienst klarte der Himmel auf und bescherte uns strahlenden Sonnenschein. Wir feierten einen wunderschönen und inspirierenden Gottesdienst, der durch die musikalischen Beiträge des Singkreises bereichert wurde. Pastorin Giebel hielt eine Predigt, die viele Herzen berührte. Nach dem Gottesdienst waren wir in guter Tradition bei Familie Schroth zu Gast, wo wir in geselliger Runde zusammenkamen. Bei warmem Sonnenschein und einer knisternden Feuerschale genossen wir eine Vielzahl von mitgebrachten Köstlichkeiten, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Der Garten bot den Kindern reichlich Platz und Möglichkeiten, sich austoben und die letzten Energien des Tages loswerden zu können. Es war ein wundervoller Abend, der uns in Erinnerung bleiben wird.</strong></p>



<p></p>



<p>Johannes Prinzler</p>
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		<title>JUBELKONFIRMATION IN ALTENHAGEN</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/jubelkonfirmation-in-altenhagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:58:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengemeinde Altenhagen-Gültz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/?p=239553</guid>

					<description><![CDATA[Am Sonntag, den 28. September 2025 feierten wir mittags um 13.00 Uhr Gottesdienst mit Segnung der Jubilare, die ihre Konfirmation vor 50, 60 oder 70 Jahren im Altenhagener Bereich hatten. Annerose Vogt aus Demmin begleite-te den Gottesdienst musikalisch auf der kleinen Orgel, die wir in diesem Som-mer reparieren lassen konnten. Im Anschluss fuhren wir nach Philippshof ins Bürgerhaus zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Es war eine fröhlich geschwätzige Stimmung mit Klassentreffatmosphäre. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag so schön gemacht haben.&#160; Andreas Zander]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Sonntag, den 28. September 2025 feierten wir mittags um 13.00 Uhr Gottesdienst mit Segnung der Jubilare, die ihre Konfirmation vor 50, 60 oder 70 Jahren im Altenhagener Bereich hatten. Annerose Vogt aus Demmin begleite-te den Gottesdienst musikalisch auf der kleinen Orgel, die wir in diesem Som-mer reparieren lassen konnten.</p>



<p>Im Anschluss fuhren wir nach Philippshof ins Bürgerhaus zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Es war eine fröhlich geschwätzige Stimmung mit Klassentreffatmosphäre.</p>



<p>Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag so schön gemacht haben.&nbsp;</p>



<p>Andreas Zander</p>
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			</item>
		<item>
		<title>RÜCKBLICK FAHRRADTOUREN IN DEN SOMMERFERIEN</title>
		<link>https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/rueckblick-fahrradtouren-in-den-sommerferien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Prinzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.evangelisch-im-tollensewinkel.de/?p=239550</guid>

					<description><![CDATA[Für die Kinder und Jugendlichen der Region gab es dieses Jahr wieder eine Fahrradtour. Zwei Ziele hatten beim letzten Mal große Begeisterung ausgelöst. Daher waren auch dieses Jahr zwei Touren geplant: eine zum Kastorfer See und eine nach Klempenow an die Kanustation. Wetterbedingt musste die Fahrt nach Kastorf leider ausfallen. Nach Klempenow machte sich eine kleine Gruppe von 12 Personen auf den Weg. In Grapzow ließen wir die schöne Kirche auf uns wirken. Gestärkt fuhren wir weiter. In Klempenow bestand die Möglichkeit sich in der Tollense zu erfrischen. Spiel und Spaß auf dem Wasser wurden durch den kleinen offenen Bauernhof in Pripsleben und die Kanustation gesponsert. Herzlichen Dank dafür. Der Besuch in diesem Jahr hat wieder große Freude bereitet. Christoph Reincke]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für die Kinder und Jugendlichen der Region gab es dieses Jahr wieder eine Fahrradtour. Zwei Ziele hatten beim letzten Mal große Begeisterung ausgelöst. Daher waren auch dieses Jahr zwei Touren geplant: eine zum Kastorfer See und eine nach Klempenow an die Kanustation. Wetterbedingt musste die Fahrt nach Kastorf leider ausfallen. Nach Klempenow machte sich eine kleine Gruppe von 12 Personen auf den Weg. In Grapzow ließen wir die schöne Kirche auf uns wirken. Gestärkt fuhren wir weiter. In Klempenow bestand die Möglichkeit sich in der Tollense zu erfrischen. Spiel und Spaß auf dem Wasser wurden durch den kleinen offenen Bauernhof in Pripsleben und die Kanustation gesponsert. Herzlichen Dank dafür. Der Besuch in diesem Jahr hat wieder große Freude bereitet.</p>



<p>Christoph Reincke</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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